Nachhaltige Altersvorsorge

Gutes tun und an sich selbst denken

Im Alter gut versorgt zu sein, wer wünscht sich das nicht? Steigende Lebenserwartung, Niedrigzinsen und Geburtenrückgang lassen jedoch die Gefahr der Altersarmut steigen. Damit Sie diese abwenden können, ist eine zusätzliche Vorsorge unabdingbar. Entscheiden Sie sich für eine nachhaltige bzw. grüne Altersvorsorge übernehmen Sie zudem gesellschaftliche Verantwortung und fördern dadurch eine höhere Lebensqualität, individuell und kollektiv.

Nachhaltige Altersvorsorge bedeutet langfristiges Sparen mit Sinn

Wer sein Geld nach moralischen Prinzipien langfristig sparen will, für den ist eine nachhaltige Altersvorsorge die richtige Wahl. Hier werden die Gelder für eine nachhaltige Zukunft zum Wohl von Mensch und Umwelt investiert. Umweltschutzprojekte gehören ebenso dazu wie soziale und kulturfördernde Maßnahmen. Nachhaltigkeit ist besonders in der Altersvorsorge geeignet, weil der Zeithorizont übereinstimmt. Je länger die Spardauer, desto mehr Nachhaltigkeit ist sinnvoll, denn langfristige Altersvorsorge kann die Lösung langfristiger Probleme sein, zum Beispiel mittels Klimaschutz oder Aufforstung. Hierdurch lassen sich auch ökonomisch saubere Renditen erzielen.

Eine allgemeingültige Definition für grüne Altersvorsorge gibt es allerdings nicht. Jeder Sparer hat seine eigenen Vorstellungen hinsichtlich ethischer, ökologischer oder sozialer Inhalte und will dementsprechend wissen, wo sein Geld investiert wird. Die Gesellschaft, welche die Spargelder verwaltet, und die Wirkung der Sparraten selbst werden hinsichtlich Transparenz, Glaubwürdigkeit, fairen Konditionen und der Umsetzung der persönlichen Nachhaltigkeitsansprüche geprüft. Greenwashing ist damit vermeidbar.

Welches ist das beste nachhaltige Altersvorsorge-Produkt?

Heute existieren drei Schichten, um staatlich gefördert und/oder privat einen Einkommensersatz im Alter aufzubauen. Man kann über die statusabhängige Pflicht-Altersvorsorge hinaus nachhaltig „rüruppen“, betrieblich vorsorgen, „riestern“ und privat sparen. Zur Auswahl steht eine wachsende Anzahl von grünen Gesellschaften und Produkten, in die investiert werden kann. Ob dabei zum Beispiel eher garantie- oder chancenorientierte Versicherungsprodukte zweckdienlich sind oder sich der Erwerb einer selbstbewohnten Immobilie anbietet, lässt sich allgemein gültig nicht sagen.

Zur Auswahl der besten grünen Altersvorsorgeprodukte sollten Sparer hierfür neben dem gewünschten gesellschaftlichen Wandel wichtige individuelle Gegebenheiten mit einbeziehen. Inflationsbereinigte finanzielle Ziele, die arbeits-, sozial- und privatrechtliche Situation, die gewünschte Spardauer, aber auch die persönliche Risikoeinstellung und weitere Präferenzen bestimmen mit, welche Produkte grundsätzlich in Frage kommen. Mit jedem Sparprodukt sind Risiken wie beispielsweise Emittenten-, Liquiditäts-, Volatilitäts- oder Zinsänderungsrisiken verbunden, kein Produkt ist 100% sicher.

Das individuelle Produktportfolio sollte daher möglichst breit diversifiziert sein und weitere Kriterien wie beispielsweise Kosten, Besteuerung, Korrelationen, Betreuungsaufwand und Serviceaspekte berücksichtigen.